LebensDurstig.de unterstützt vielinteressierte Menschen ihr LifeDesign zu erschaffen, um von Selbsterkenntnis, über Selbstmanagement zum Lebensglück zu gelangen.

Zitat des Augenblicks

”Um sein eigenes Ich zu finden, muss man zuerst viele Masken probieren.”
Petra Fürst, dt. Diplompädagogin (1977-)

ca. 7 min Lesezeit

Vielbegabte und Vielinteressierte scheitern dann sehr oft, wenn sie Methoden und Techniken anwenden, ohne zu hinterfragen, ob die überhaupt zu Ihnen passen. Scanner-Persönlichkeiten benötigen ihr eigenes individuelles System, um alle Ideen und Projekte meistern zu können. Die Technik: Adaption, Methoden für sich anpassen. Das kannst Du aber nur dann, wenn du dich selber kennst.

Selbsterkenntnis ist der Schlüssel zum Projektmanagement

Als praktische Philosophie liegt es nahe, dass ich ein Fan von „Selbsterkenntnis“ bin. Aber die intensive Beschäftigung mit Kant im Detail habe ich — unter uns — immer gescheut, jedoch seine „drei Grundfragen der Philosophie“ sind für jeden Menschen, auch Dich als Vielbegabter, wirklich hilfreich. Kant fragt:

  • Was kann ich wissen? (Erkennen)
  • Was soll ich tun? (Handeln)
  • Was darf ich hoffen? (Glauben)

Ich persönlich glaube an Werte und Prinzipien. Sie leiten an, sagen einem, was richtig ist und was eben nicht. Und irgendwie bestimmen sie auch, was man tun soll. Weißt du was du tun sollst, wonach es in dir strebt? Wie kannst du wissen, was du in welcher Art und Weise tun sollst? Was willst du tun?

Selbstmanagement, die verkannte Musterlösung

Selbstmanagement wird leider meistens missverstanden. Und im schlimmsten Fall fasst man darunter nur das eigene Zeitmanagement auf. Zeit ist allerdings eine Ressource. Eine feste Ressource, wovon jeder Mensch gleich viel besitzt. Jeden Tag. Man entscheidet nur Zeit anders einzusetzen. Im Zeitmanagement geht es also nicht darum seine Termine zu verwalten, sondern:

  1. Mehr Zeit für wichtige Dinge zu haben
  2. die eigene Produktivität in einem bestimmten Zeitraum zu erhöhen

Selbstmanagement ist daher auch Energiemanagement, Strategiemanagement, insbesondere Entscheidungsmanagemet, sowie Stressmanagemen und vieles mehr. Aber wozu?

Was heißt eigentlich Produktivität?

Wonach bemisst du einen produktiven Tag? Produktiv sein heißt eigentlich nur, dass man etwas schafft. Was ist deine Bemessungsgrundlage? Wonach bemisst du Erfolg? Wann bist du erfolgreich?

Die meisten bekommen dann ein Problem, wenn sie gar nicht weiß, wozu sie Selbstmanagement betreiben? Sie stellen sich nicht die Frage, was es Einem bringt? Sie übernehmen 1 zu 1 Methoden ohne kritisch zu hinterfragen, ob sie es überhaupt benötigen und wenn ja, wozu.

Dieses Problem kriegst Du am besten aufgelöst, wenn Du Deine Schwächen und Stärken kennst. Wenn Du Antworten auf die Fragen hast:

  1. Was brauchst du?
  2. Was fehlt dir?

Selbstmanagement ist kein Selbstzweck. Es ist Mittel zum Zweck.

Vieles im Leben ist Nutzen orientiert. Mit dem meisten, was wir tun im Leben verfolgen wir einen Zweck: Nicht umsonst heißt es auf meinem Blog:

„LebensDurstig.de unterstützt vielinteressierte Menschen (...) UM von Selbsterkenntnis,
über Selbstmanagement zum Lebensglück zu gelangen.“

Ziel in Deinem Leben sollte doch sein, dass du glücklich und zufrieden bist. Also: Wozu brauchst du Selbstmanagement?

Selbstmanagement, um erfolgreich Projektmanagement zu betreiben

Ich habe die Auffassung, dass die meisten Tätigkeiten in unserem Leben eine Form von vielen kleinen Projekten sind. Die Kunst ist so viele Projekte in den Händen zu halten, dass wir damit noch jonglieren können.

Projekte und Ideen kategorisiere ich in drei Arten:

  1. einmalig und abgeschlossen
  2. wiederholend und regelmäßig
  3. immerwährend als Prozess

Rituale und Routinen für wiederholende Tätigkeiten

Diese Unterteilung ist hilfreich, weil jedes Projekt in Deinem Leben iauf unterschiedliche Art erfolgreich wird. Wiederholende Tätigkeiten kannst du zum Beispiel automatisieren. Checklisten von Abläufen unterstützen dich dabei nichts zu vergessen. Routinen sparen meist Zeit, Geld und ziemlich viel Energie!

Sind Routinen hilfreich?

Ich wende mich dagegen Routinen pauschal zu verteufeln. Klar sind sie das langweiligste von Welt. Das ist der Sinn und Zweck von Routinen: Jede Entscheidung, die Du nicht treffen musst, spart deine Ressourcen auf. Diese kannst du dann in andere Dinge investieren. Vergiss nicht: Deine Ressourcen sind begrenzt.

Rituale sind nicht automatisiert, sondern geregelt. Sie folgen einer gewissen Abfolge. Und das ist auch Sinn der Sache. Die Rituale sind ideal für ein Set-Up: Sie stimmen dich eine gewisse Geisteshaltung oder in einen Körperzustand und helfen dir das Beste aus Dir herauszubekommen. Entweder in den Flow zu kommen oder, um dich zu erden. Sie können auch Sicherheit geben, und dich beflügeln

Alles Übrige neben Routinen und Ritualen sind Herzenprojekte und – angelegenheiten

Wozu verpflichtest du dich? Springst du gerne auf neue Ideen auf? Meine derzeitige Lieblingsantwort ist: „Ich schlafe eine Nacht darüber?“. Deine Ideen laufen nicht weg. Wir glauben oder denken, dass sich Möglichkeiten nur einmalig im Leben ergeben. Das stimmt aber nicht. Das passiert in den allerseltensten Fällen.

Im Übrigen ist es auch eine Entscheidung, wenn du dich entscheidest eine Entscheidung erst einmal aufzuschieben. Was spricht dagegen Projekte und Ideen erst einmal in den Stand-By-Modus zu  setzen? Denn das Gegenteil von Verpflichtung ist Commitment. Wenn wir uns als Vielbegabte commiten, blühen wir auf.

Welche Projekte landen meist auf deiner Agenda? Mit welcher Art von Ideen beschäftigst du dich? Regelmäßig und immer wieder? Was ziehst du magnetisch an und landet immerzu in deinem Leben?

Und so schließt sich wieder der Kreis: Was brauchst du, damit diese Projekte und Ideen Platz und Raum in deinem Leben finden? Was fehlt dir, damit du diese mit Herzblut ausleben kannst?

Wie musst du dein Life-Design gestalten, damit du als vielinteressierter Mensch zum Lebensglück gelangst?

Die Antworten auf diese Lebensfragen fallen irgendwann einmal vom Himmel

Ich will ehrlich sein. Mir fällt es leicht, mich mit all diesen Fragen zu beschäftigen und Antworten zu finden. Weil ich das seit Jahren tue und das einer meiner vielen Gaben ist. Und nebenbei bemerkt habe ich halt Philosophie studiert. Aber an mir sollst Du Dich bitte nicht messen. Das ist etwas, was mich auszeichnet, was meine Stärke ist.

Du brauchst Antworten auf die Lebensfragen nur für Dich: Du brauchst Deine Antworten!

Lebensweisheit ist eben eine Kunst! Und ja, sie fällt wirklich vom Himmel. Aber mit Training, also der Beschäftigung mit dir selber, irgendwann einmal, peu à peu, wirst du DEINE Antworten finden. Habe einfach Geduld mit Dir und Vertrauen in Dich!

Dein Bemessungs- und Bewertungsmaßstab bist Du!

„Ich kann mich nicht entscheiden!“ ist dann der Fall, wenn du nicht priorisieren kannst. Wenn du nicht weißt, was du brauchst! Du benötigst einen Wertemaßstab. Zum Beispiel: Werte oder Prinzipien? Vielleicht ein Bauchgefühl oder eben DEIN System, was dir genug Sicherheit gibt, um dich zu halten, aber genug Freiraum, um dich zu entfalten.

Du hast keine Ahnung, wonach du Dinge bemisst? Deine erlaube dir neue Erfahrungen zu machen und beobachte Dich dabei. Tut es dir gut? Was gefällt dir daran nicht? Warum nicht? Erkenne dich! Und wenn du dich verloren hast, dann date dich und lerne dich neu kennen! Ja, ein Kennenlern-Date mit dir. Ich verspreche Du bist als Vielbegabter eine echt interessante Person und lohnst der Beschäftigung!

Was brauchst du und was fehlt dir?

Ja, es ist ok Dinge auszuprobieren. Deine größte Stärke ist deine Neugier und dein Wissensdurst. Erlaube es dir. Schaffe dir immer den Raum zum Experimentieren. Und wie es beim Jonglieren ist. Stellt man manchmal gewisse Bälle und Kegel auch mal ab, und wechselt zu Diabolo oder Magic-Sticks.

Jonglierkünstler brauchen Übung. Manche Bälle und Kegel sind schwieriger zu jonglieren als andere. Diabolos ähneln eher Großprojekten und Magic Sticks benötigen Fingergefühl. Einige kleinere Bälle sind mahcmal echt ätzend, wie Verpflichtungen, damit muss man sich dann halt beschäftigen, aber eben nur so lange wie nötig! Wechsel oft genug zu den Sachen, dir dir liegen und dir Spaß machen.

Es gibt keine Musterlösung. Folge keinem Lifestyle oder – hype. Verstehe Dein Streben, Deine Muster. Verstehe Dich und wunder dich tagtäglich, was du noch alles sein kannst! Langsam, aber stetig, mit der Zeit.

Vielseitige Menschen brauchen ihr eigenes persönliches LifeDesign,
um von ihrer Selbsterkenntnis,
über individuelles Selbstmanagement
zu ihrem eigenen Lebensglück zu gelangen.

Und hinter all dem steckt der Gedanke von „LebensDurstig“. Der Glaube, dass jeder vielseitige, vielinteressierte und vielbegabte Mensch erst „von Wissensdurst zur Lebenslust“ gelangt. Selbstmanagement ist daher der zweite Schrit, vorher muss die Beschäftigung mit der Selbsterkenntnis folgen.

Wann hast du zuletzt dein Bestes gegeben?

Routinen und Rituale sind Gewohnheiten, die dir Raum und Zeit und Energie für deine Herzensprojekte geben sollen. Und stolz kannst du meines Erachtens nur dann sein, wenn du dein Bestes gibst. Auch vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten können ihr Bestes geben. In unseren Herzensprojekten sind wir dazu prädistiniert. Das sollte keine Verpflichtung sein, sondern ein Commitment. Und ein Commitment ist ein Versprechen!

Integrität als wichtigster Wert einer Scanner-Persönlichkeit

Integrität ist das Versprechen sich selbst gegenüber. Und für ein gesundes Selbstbewusstsein ist es unabdingbar ehrlich zu sich selbst zu sein. Es ist schwierig gesunden Stolz zu entwickeln, wenn man sich selbst nicht an die eigenen Zusagen oder Versprechen hält. Integrität geschieht aber nicht von heute auf morgen! Integrität entwickelt sich.

Und so ist es mir wichtig zu erwähnen: Niemand ist unfehlbar, auch Vielbegabte nicht. Wir lernen Tag für Tag und werden besser im Umgang mit Herausforderungen. Manche Dinge klappen und mache nicht, egal wie sehr man sich bemüht. Ich hab mich bemüht mein Freebie zeitig fertig zu stellen. Nicht zu heute. Wenn du dich allerdings in meinen Newsletter einträgst, bekommst du es die Tage nachgereicht.

Kein zeitiges Freebie, dafür eine komplett fertige Vertriebsseite unter akdemir.org, einen ganze neuen Newsletter eingerichtet, Werbung für meinen Sachbuch-Club gemacht, eine Veranstaltung für nächste Woche beworben, nebenbei die Mitarbeit für ein Barcamp noch schaffen. Ich krieg meine restlichen Termien noch gebacken, meine Freunde hören regelmäßig von mir, auf Veranstaltungen gehe ich auch und meinen Geburtstag habe ich auch noch ordentlich gefeiert. Nihct zu vergessen: Die Orga für und von #lebensdurstigeIdeenhelden mit Diana. Und sei ehrlich, so sieht es doch sicherlich auch in deinem Leben aus, dass nicht alles klappt, aber genügend eben doch? Was stört dich wirklich daran? Siehst du noch deine Erfolge?

„Ich hab voll viel geschafft heute. Nur nicht das, was ich wollte! Auch ein Erfolg!“

Yasemin Akdemir, aka WeltenBewegerin

Wir scheitern eben auch viel, weil wir viele Sachen machen und ausprobieren. Die anderen sind doch alles nur Blender und machen nie etwas aus ihrer Komfortzone oder voll wenig und gehen ständig auf Nummer sicher. Blender, weil sie auch scheitern, aber man das meistens nicht sieht.

Weitere Artikel, die ich dir empfehle

Hat dir der Artikel gefallen? Es war mir eine Ehre die #Parade von und für #lebensdurstigeIdeenhelden einleiten zu dürfen. Möchtest du mitdiskutieren, dann trete Dianas Ideenhelden-Gruppe bei Facebook bei. Morgen erscheint der Artikel nächste Beitrag zur #Parade „Rollen innerhalb einer Gemeinschaft" von Ben Bartolovic auf ben-bartolovic.info

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Kommentare

Kathleen
# Kathleen 01.03.2017
Hallo Yasemin,

danke für den super Einstiegsartikel in diese tolle Blogparade. Das kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Für mich sind Routinen und Rituale wichtig, um wieder "auf den Pfad" zu kommen, wenn sich gerade alles tagelang nur um ein Projekt, das kranke Kind oder Ferien gedreht hat. Aber ab und zu muss ich diese auch brechen, weil, wie du sagst, es ja sonst zu langweilig ist. Ich lebe sehr nach meinen Werten, aber wenn mal etwas nicht so klappt wie gewünscht, fallen mir promt die gesellschaftlich vorgegebenen Werte wieder ein und ich denke, ich bin vielleicht doch nicht gut genug. Zum Glück kriege ich mich aufgrund meines grundsätzlichen Selbstmanagements aber schnell wieder ein und kann auch die vielen Erfolge sehen, die ich immer wieder habe. Schön, dies hier im Artikel noch mal gespiegelt zu bekommen. Liebe Grüße von Kathleen
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Kerstin Wemheuer
# Kerstin Wemheuer 01.03.2017
Liebe Yasemine,

ein sehr gelungener Beitrag, der das wichtigste überhaupt hervorhebt: Die eigene Persönlichkeit und die eigenen Bedürfnisse. Das geht bei vielen im normalen Alltagswahnsinn und Alltagsdruck unter. Leider! "Du brauchst Antworten auf die Lebensfragen nur für Dich: Du brauchst Deine Antworten!" Genau das ist die Lösung! Wunderbar formuliert! Das gebe ich meinen Kunden auch gern mit.

Danke für Deinen Beitrag!
Lieben Gruß
Kerstin
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Petra
# Petra 25.03.2017
Liebe Yasemin,
Ich gebe dir vollkommen Recht: Integrität ist eines der wichtigsten Merkmale einer erfolgreichen Persönlichkeit. Was dann geschieht oder nicht, ist zweitrangig.
Was wichtig ist, ist tatsächlich immer dein Bestes zu geben. Da hast du mich vollkommen abgeholt. Danke dir.
Liebe Grüße,
Petra
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David Goebel
# David Goebel 27.03.2017
Hallo Yasemin,

ich habe klassisches Projektmanagement gelernt und dann später kam das agile dazu. Also IT-Projektleiter war ich trotzdem lange auf der Suche, nach dem System, das zu mir passt. Dafür habe ich vieles ausprobiert, etliches verworfen und wenig behalten. Und das kann ich auch nur empfehlen: Inspiration aus dem Aussen ist okay und sinnvoll. Und dann prüfen, was zu mir passt.

Aktuell bin ich bei einer Personal Kanban gelandet, die ich in Trello verwalte. Direkt als erste Spalte habe ich meine 4 großen Lebensziele beschrieben, die helfen mir, auf dem richtigen Kurs zu bleiben.
Dann kommen meine aktuellen Tätigkeiten (
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