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Zitat des Augenblicks

„Am reichsten sind die Menschen, die auf das Meiste verzichten können.“
Rabindranath Tagore, bengal. Dichter (1861-1941)

ca. 3 min Lesezeit

Wir wollen viel. Wir streben nach so vielem. Wir wollen Alles! Immer weiter, weiter, weiter. Immer mehr, mehr, mehr. Wie erreichen wir das? Es gibt einen kleinen simplen Trick und den nehmen wir oft nicht ernst. Vergessen und unterschlagen fristet es ein Dasein stigmatisiert in den hintersten Köpfen unseres Daseins und kann so nie sein volles Potential entfalten. Kommt erst zum Einsatz, wenn alles andere fehlschlägt, dabei wäre es viel sinnvoller regelmäßig darauf zurückzugreifen...

 

Es ist die Pause.

 

Eigentlich ist es so einfach. Wir brauchen Pausen, um Energie zu tanken, aber statt mit unserem Körper — unser Instrumentarium und Gut — verantwortlich umzugehen, gehen wir damit um, als hätten wir mehrere davon. Es ist banal, aber beim Autofahren ist es doch auch unbedacht und unverantwortlich, wenn wir erst auf die Idee kommen auf der Autobahn zu tanken, wenn die Anzeige auf rot ist. Im schlimmsten Fall hat man dann die Sorge, keine Tankstelle auf die Schnelle zu finden und schiebt Panik, dass man stehen bleibt. Und doch bringen wir uns tagtäglich ans Limit und statt dafür zu sorgen, dass unsere (mentalen als auch physischen) Kraftreserven immer gut gefüllt sind, trocknen manche diese bis ans bittere Ende aus.

 

Eine Pause ist eine Wartung.

 

Was passiert mit Maschinen, die man ununterbrochen benutzt und immer ans Limit treibt, ohne zu warten oder zu ölen? Sie verschleißen. Und damit wir weder physisch noch psychisch verschleißen, brauchen auch wir kleine Streichel- und Pflegeeinheiten. Danach läuft's auch runder und geschmierter. Dabei geht es auch um kleine Kreativ-Pausen, damit Inspiration und Abwechslung als Schmiermittel ihr Bestes tun.

 

In Pausen sich reorganisieren.

 

Bleiben wir beim Autobeispiel. Wozu gibt es bei langen Strecken Raststätten? Ganz klar, um Pausen zu machen. Sie sind dazu da, um mal Luft zu holen und sich die Beine zu vertreten. Und bei langen Autofahrten ergibt das ja auch Sinn: Es erfordert unsere vollste Konzentration, aber führt letzlich auch zur Versteifung und monotonen Automatisierung. Ohne es zu bemerken, fährt man schneller als man sollte (und darf); Ohne es zu bemerken, wird man langsamer in seiner Reaktion. Und nicht zuletzt kann man in Raststätten auch einfach mal seinen Müll loswerden, den man nicht mehr braucht, statt ihn Kilometerweit sinnfrei mitzunehmen. Dazu dient eben auch ein effektiver Halt.

 

Wir zerreiben uns. Schlafen zu wenig. Verzichten bewusst auf Schlaf, um vermeintlich produktiver zu sein. Vermeintlich, weil wir nur denken produktiver zu sein und gar nicht merken, dass wir mit einer kurzen Pause durchaus produktiver hätten sein können. Und selbst, wenn wir uns eine Pause nehmen, tun wir dies nur ganz widerwillig und statt effektiv Energiezutanken, blockieren wir die Tanköffnung. Ich hoffe, dieser Artikel war hilfreich. Für die Inspiration danke ich ganz herzlichst heute Salva.

Kommentare

Marina
# Marina 03.12.2015
Ja! Ja! Ja!
Es gibt nichts Erquickenderes als (in meinem Fall) vom Rechner aufzustehen, raus zu gehen oder aus dem Fenster zu schauen, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen... . Ich arbeite danach viel produktiver, fühle mich besser und meistens habe ich die besten Einfälle eben nicht, wenn ich vor dem Rechner sitze. Denn gute Einfälle bedürfen mehr Platz im Kopf. Die Gedanken dürfen nicht mechanisch hintereinander aufgeführt und abgearbeitet werden, sondern jeder Gedanke muss genügend Zeit haben im Hirn an anderen Synapsen anzudocken und dort Gedankengänge und -stränge freizusetzen, auf die man mit einer gestressten Abarbeitung einer Aufgabe schlichtweg nicht gestoßen wäre... . Erst die Symbiose macht es für mich interessant.
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