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Zitat des Augenblicks

„Wer von Anfang an schon sicher weiß, wohin sein Weg führen wird, wird es nicht sehr weit bringen.”
Napoleon Bonaparte, frz. Kaiser (1769-1821)

ca. 6 min Lesezeit

Was ist dein Schwerpunkt im Leben? Was ist dir wichtig und wie lebst du Träume aus? Oder steckst du in der „Ich kann mich nicht entscheiden“-Falle? Vielinteressierte und multipassionierte Menschen verharren leider oft in der Optionsparalyse. Durch zu viele Möglichkeiten gelähmt, können sie sich erst recht nicht entscheiden.

„Du brauchst nur Disziplin“, heißt es! Wie du auch ohne Disziplin deine Ziele erreichst erläutere ich im folgenden Artikel, sodass du künftig fokussiert und konzentriert dich deinen leidenschaftlichen Tätigkeiten widmen kannst.

Was sind deine leidenschaftliche Tätigkeiten?

Was machst du gerne und erfreut dein Herz? Bei welchen Tätigkeiten bist du im Flow? Welche Projekte möchtest du realisieren? Was kannst du stundenlang machen, wenn man dich nur lässt, sodass du dich fokussiert darin verlierst?

Du bist undiszipliniert? Ach, Blödsinn! Denk an all die Dinge, Projekte, Texte, Bilder, kreativen Tätigkeiten, akrobatischen Kunststücke, Werke, Kreationen. Denke an all das, was du produziert hast ohne Müh und Anstrengung. Denk an das, was du geschaffen hast — wenn man dich nur ließ oder du dir die Erlaubnis gabst. Du bist ein gesegnetes Kind des Universum, mit vielfältigen Talenten und Begabungen. Ja, vielfältige Scanner-Persönlichkeiten sind genau das.

Und es gibt nur zwei Dinge, die dich daran hintern dein Ziel anzugehen: Das schlechte Gewissen, es nicht zu dürfen und die Zweifel, dass du das nicht kannst.

Shwerpunkte durch die „Focal Point“- Technik — vorerst

Schnapp dir ein Blatt Papier, irgendeinen leeren Zettel und wähle dir cirka drei bis fünf beliebige Ziele, die auf deiner Bucket-List stehen. Denke an das, was in dir brennt und du gerne tun würdest. Nicht Dinge, die du tun musst. Dinge, wo du im Flow bist. Tätigkeiten oder Projekte, wo du weißt, das macht dich glücklich.

Und nun folgendes: Für jedes deiner Ziele reserviere dir kommende Woche Zeit. Reserviere dir einen Zeitblock. Am besten einen Zeiteinheit zwischen 20 und 90 Minuten. Blockier dieses Zeit. Mache ein Date mit dir aus. Diese Zeit ist dafür da dich glücklich zu machen.

Denn für das, was wir Zeit einräumen, werden wir Zeit haben.

Und eigentlich ist es ganz einfach. In diesen Zeitblöcken fokussiert du dich, bist konzentriert und arbeitest an deinem Ziel. Das Ziel ist: Genau in diesen Zeiteinheiten dich erfolgreich nur mit der Tätigkeit oder dem Projekt, was du dir vorgenommen hast, weil du dich dafür entschieden hast, da du weißt, dass es dir gut tut, zu beschäftigen. Und wenn du das regelmäßig machst, wirst du selbstbewusster und glaubst an dich, weil du erfolgreich darin bist deine Ziele zu erreichen. Du fängst mit Dingen an, die dir leicht fallen und wirst besser darin dich zu fokussieren und auch andere schwierigere, herausfordernde Projekte anzugehen. Du wirst deine Ziele erreichen.

Bei deinen „Focal-Points“ hast du dich dafür entschieden, da du weißt, dass es dir gut tut, nicht weil du musst.

Ich erwähnte, dass es zwei Hindernisse gibt, die du überwinden solltest, um der Optionsparalyse zu entgehen:

  1. Das schlechte Gewissen
  2. Die Selbstzweifel

Durch die Focal-Points kommst du ins tun, wir fangen mit kleinen Tätigkeiten an, die uns leicht fallen, die wir gerne tun. Wir räumen uns bewusst dafür Zeit. Wir erlauben uns, unseren Leidenschaften nachzugehen. Du hast Verpflichtungen? Du musst anderes tun? Die Focal-Points Zeitblöcke sind heilig. Andere Verantwortungen tätigst du um die Dates mit dir selbst herum. Jemand fragt nach einem Termin, genau zu deinem Date mit dir selbst? „Sorry, da hab ich schon einen wichtigen Termin, der sich leider nicht verschieben lässt!“ Das ist einfach, oder?

Focal-Point-Zeitblöcke sind Date-Termine

Dieser Termin ist nicht wichtig, weil ich es sage. Nein, er ist heilig, weil er dir doch wichtig ist. Geh weg von der Idee, dass dir Focal Points wichtig sein müssten. Focal Points schützen deine Passionen. Wichtig sind die Termine, wo dein Herz laut schreit, wenn du sie verschieben müsstest. Wieso verwehrst du dich der Freude und dem Genuss? 

Du bist sehr beschäftigt? Dann plane kürzere Zeitblöcke. Fang noch kleiner ein. Ist es wirklich unumgänglich, dass du etwas verschiebst? Dann tu es, aber plane sofort einen anderen Wochentag mit Uhrzeit dafür ein. Re-Scheduling heißt das Zauberwort.

Ein Beispiel der Focal-Points und Planung der Zeitblöcke

Ich habe derzeit nur einen großen Focal Point. Mein Focal-Point ist, dass ich jede Woche zwei Blogbeiträge veröffentlichen möchte. Das bedeutet jeweils 5 Stunden Arbeitszeit, die ich benötige. Drei bis vier Stunden zum Schreiben und Editieren der Artikel und die restliche Zeit zur SEO- und Bilderpflege. Montage sind ab 12 Uhr fix dafür reserviert. Ausweichoption ist Dienstag. Mittwoche ab 11 Uhr sind fix dafür reserviert. Ausweichoption ist Donnerstag. Das ist fix! Am Anfang quälte ich mich sehr damit, dass ich einen Artikel schreiben musste. Ich musste gar nichts. Ich will schreiben, weil schreiben mich glücklich macht. Ich schreibe gerne.

Sind Focal-Points nicht beliebig und die Technik überbewertet?

Nein. Wofür du dir Zeit nimmst, ist wichtig. Es ist wertvoll und nicht irgendein Ziel von vielen anderen. Es ist eines der Dinge, wofür du brennst. Und wonach du dich gut fühlst. Sieh es als kreative Phase, wonach du gestärkst bist.

Es ist Paradox, aber es gibt eine Studie, die behauptet, dass Menschen dann am glücklichsten seien, wenn sie ihre Steuererklärung machen. Klingt durchaus sinnig, wenn man bedenkt, dass wir schwierigen Herausforderungen dann am besten meistern, wenn wir guter Laune sind. Wenn du zu denen gehörst, die die Steuererklärung vor sich hinschieben, frag dich, wieso du nicht gestärkt genug bist, dich dieser Arbeit zu stellen? Das schlechte Gewissen hilft gar nicht — im Gegenteil. Leg es ab und gönn dir re-kreative Zeit. Du darfst und du sollst.

Warum die Focal-Point-Technik ziemlich effektiv für Scanner ist

  1. Sie schaltet Gewissensbisse aus, um konzentriert Projekte anzugehen. Flow ist nur dann möglich, wenn du nicht von Schuldgefühlen abgelenkt wirst.
  2. Sie bekämpft Selbstzweifel und fördert dein Selbstbewusstsein, indem du kleine Ziele erreichst. Und peu à peu siehst, wie du Dinge schaffst und diese wachsen.
  3. Du hast Erfolg, indem du einfach tust. Statt dich weiterhin dabei zu hindern einfach anzufangen, gewöhnst du dir an , dass es kein Problem ist, einfach anzufangen und längere Zeit an etwas zu sitzen.

Focal-Points sind kleine Übungseinheiten, in denen du deinen Fokus trainierst. Deine Achtsamkeit und Energie bündelst du regelmäßig in deinen reservierten Zeitblöcken

Fokus statt Disziplin

Weißt du, was der Unterschied zwischen Fokus und Disziplin ist? Eigentlich gibt es keinen. Du tust etwas fokussiert oder diszipliniert, aber das Ergebnis ist dasselbe. Disziplin ist nur so ein böses Wort, es hat mit Zwang zu tun, dass wir etwas aufgeben müssten. Bei dem Gedanken an Disziplin bin ich gedanklich wieder gaaaaaaanz weit weg. Vielen Scanner-Persönlichkeiten geht es ähnlich. Fokus hingegen ist positiv. Es bedeutet, dass man all seine Energie, all seine Leidenschaft in ein Ziel investiert. Ist doch ein viel schöneres Bild, was uns im Gehirn aufploppt.

Disziplin mit Fokus zu ersetzen ist einfaches Reframing. Die Situation ist dieselbe, aber indem wir sie einfach anders benennen und eine andere Bedeutung zumessen ist vieles einfacher.

Mach einfach! Probier aus und konzentrier dich für den Moment/ eine Woche/ 14 Tage oder einen Monat auf deine anvisierten Focal-Points. Du entscheidest selber, ob du nur eine Woche erstmal probierst oder zwei Wochen. Danach kannst du immer noch entscheiden, ob du nicht doch andere Focal-Points besetzen möchtest. Es klingt Paradox, aber die Focal-Points geben dir die Freiheit für eine selbstgewählte Weile auf Ziele, Projekte oder Passionen konzentrieren zu dürfen. Geben dir gleichzeitig aber durch die Struktur die Sicherheit es umsetzen zu können, weil du es ja willst und sie per definitionem Wichtig sind. 

Focal-Point bedeutet im englischen Brennpunkt. Stell dir vor es sind die vielen Zeitpunkte,
in denen du für deine Ziele brennst und Feuer fängst.

Hast du das das Konzept der Focal-Points schon einmal ausprobiert, um damit in den Flow und Fokus zu kommen? Kennst du ähnliche Selbstmanagement-Ansätze? Was ist deine bisherige Erfahrung?

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