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Zitat des Augenblicks

„Am reichsten sind die Menschen, die auf das Meiste verzichten können.“
Rabindranath Tagore, bengal. Dichter (1861-1941)

ca. 5 min Lesezeit

In Phasen der Umorientierung, Jobverlust oder wenn sich die persönlichen Lebensumstände ändern, ist es schwierig einer andere Berufung zu finden. Andererseits ist es aber auch eine Chance, einer Arbeit nachzugehen, die eben besser zu einem passt. Jana Kneisel ist Jobcoach und stellt für Vielinteressierte und Vielbegabte das perfekte Tool vor, womit du deine Leidenschaften (wieder)entdeckst. Dies ist ihr Gastbeitrag im Rahmen der Parade von und für #lebensdurstigeIdeenhelden.

Immer wieder begegnen mir als Jobcoach Menschen, die einfach nicht wissen, was sie beruflich machen wollen, weil sie zuviele verschiedene Interessen haben. Sie können sich einfach nicht festlegen. Sie haben heute die Jobidee und morgen eine andere. Sie suchen den perfekten Job, die perfekte Ausbildung, das perfekte Studium, aber egal, was sie sich genauer ansehen, es trifft den Kern nie im Ganzen. Im Gegensatz zu denen, die ihre berufliche Heimat gefunden haben, leiden sie unter der Fülle ihrer Interessen und Begabungen.

Hast du auch das Gefühl du bist ein Tausendsassa? Sehnst du dich auch danach, endlich deine wahre Leidenschaft zu entdecken?

Wechselst du auch von einem Job zum nächsten – und wirst das Gefühl nicht los, ziellos umherzutreiben? Würdest du auch am liebsten verschiedene Berufe ausüben, hast aber das Gefühl es kann am Ende nur einen geben?

Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für dich, denn ich verrate dir hier und jetzt, wie es dir gelingen kann, wirklich all deine verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen.

Ich stelle dir ein sehr kraftvolles Tool vor, mit dem sich MEINE persönlichen Probleme als Vielseitig Begeisterte völlig aufgelöst haben und alles, aber auch wirklich alles, was ich mir vorstellen kann und was in den meinen verrückten Kopf kommt, seinen Platz findet. Die Idee dazu stammt von Erfolgsautorin Barbara Sher und ist so genial wie einfach.

Ein kraftvolles Tool – das Projektbuch für Vielseitig Begabte und kreative Köpfe

Das wichtigste Werkzeug ist für mich das sogenannte Projektbuch. Dieses Projektbuch ist erst einmal ein schön aussehendes Buch mit leeren Seiten, wie eine Art Tagebuch, in dem alle Ideen, alle Gedanken, alle Träume festgehalten werden können. Einfach so, wie sie dir in den Kopf kommen. Du kannst schreiben, kleben, malen, Mindmaps erstellen, Telefonnummern hineinschreiben und konkrete Webadressen. Es dient dazu, alle Ideen, Was-wäre-wenn-Überlegungen und Gedankenausflüge festzuhalten.

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Und so fängst du mit dem Projektbuch an:

  • Wenn du mal wieder einen deiner kreativen Höhenflüge hast, dann schreibst du als erstes auf einer Seite oben links, das aktuelle Datum und die Zeit.
  • Dann sind alle Ideen erlaubt, ob groß, ob klein, ob realistisch oder völlig weltfremd.
  • Du kannst Texte schreiben oder einfach nur Stichpunkte.
  • Du kannst eine Idee genauer ausbauen oder eine Liste mit allen Ideen auf einer Seite erstellen.
  • Es soll einfach nur Spaß machen. Lass deiner Phantasie freien Lauf, lass einfach los!
  • Irgendwann kommt der Punkt, an dem alles zu der jeweiligen Idee festgehalten ist und deine Gedanken ruhiger werden. Du hast alles festgehalten, was Dir eingefallen ist.
  • Dann notierst du noch unten rechts den Zeitpunkt und warum du aufgehört hast zu schreiben.

Das war´s!

Vom Reisebusiness zur PR-Lady und zurück

Hier gebe ich Dir mal ein Beispiel aus meinem Projektbuch: In der Phase meiner eigenen Berufsorientierung, wollte ich unbedingt ein Reisebusiness starten UND als Trainerin arbeiten UND als PR-Lady groß rauskommen. Ein Buchladen sollte eröffnet werden, ein TV-Projekt mit Heidi Klum stattfinden, ein Business mit verschiedenen Dienstleistungen für Mamas war immer wieder interessant. Zu all diesen Ideen, die wie in einem Rausch, in einer Welle in meinen Kopf kamen, habe ich in meinem Projektbuch zumeist Mindmaps gemacht, Ziele und Zielgruppen formuliert, Produktideen entworfen, Informationen und Telefonnummern von Schulen und Ausbildungen recherchiert und und und. Meist wurde ich danach ganz ruhig, manchmal war jedoch schon wieder die nächste Idee im Anmarsch. Es war der Wahnsinn! Hier siehst du, wie es in meinem geliebten Scanner-Projektbuch aussieht:

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Alles darf sein! Lass Deiner Phantasie freien Lauf!

Das Wichtige für mich war, dass alle meine Ideen einen Platz bekamen. Heute blättere ich oft in meinem Buch und bin fasziniert von der Ideenvielfalt, die sich dort damals ihren Weg bahnte. Ich kann die Freude und die Begeisterung für die einzelnen Ideen in meinen geschriebenen Worten noch immer nachspüren. Ich mag die Wertschätzung, welche damit verbunden ist. Ich mag die Ideen selbst. Sollte ich die Ideen niemals umsetzen, kann es vielleicht irgendwann einmal jemand anders tun?!

Ich habe mich durch das Projektbuch auch davon freigemacht davon, immer gleich alle Ideen in die Tat umsetzen zu müssen. Allein das Rumspinnen spielt auch heut noch in den Coachingsitzungen für meine Klientinnen eine sehr große Rolle.

Willst du dich auch freimachen von allzu hohen Erwartungen an all deine Ideen? Willst du auch alles unter einen Hut bringen und dennoch nicht permanent unter Druck geraten? Dann probiere das Projektbuch doch einfach mal aus!

Und wenn du weitere Hilfe dabei brauchst, schreib mir gern oder stelle deine Fragen hier in den Kommentaren. Mit Sicherheit können auch die anderen vielseitig Begabten, wertvolles Feedback geben!

„Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße"

Martin Walser

Noch ein paar Worte zur Umsetzung. Es geht eigentlich nicht darum, Planungen anzustellen, wie man die Ideen am besten umsetzt! Ich habe es trotzdem getan. Ich habe durch das Aufschreiben vieles dann automatisch ins Leben gebracht. Wenn du die Dinge nicht nur visualisieren, sondern tatsächlich auch erleben willst, musst du natürlich auch in Aktion gehen.

Ein Telefonat hier, ein Projektstart da… Nur wenn wir ein paar Schritte gehen, wissen wir, ob unser Herz für dieses Projekt auch weiterhin schlägt oder ob es nur ein fixe Idee war. Dann können wir wirklich wahrhaftige Entscheidungen für oder gegen eine der vielen Optionen treffen und unsere wahren Träume Wirklichkeit werden lassen.

Also fang einfach an! Trau Dich! Jetzt! Viel Spaß und viel Erfolg!

Dieser Beitrag entstand im Rahmen der #Ideenparade von und für #lebensdurstigdeIdeenhelden. Das Erscheinungsprogramm im März findest du auf folgendem Beitrag mit der übersichtlichen Agenda. Gestern erschien der Beitrag über Rollen bei ben-bartolovic.info und morgen schreibt Claudia über das Thema: „Das Beste kommt zum Schluss - Löffelliste für Ideenhelden".

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Über den Gast-Autor
Jana Kneisel
Autor: Jana Kneisel Website: http://www.janakneisel.de
Kurzprofil
Jana Kneisel ist Diplomkommunikationswirtin und kommt ursprünglich aus dem Marketing. Seit der Geburt ihrer Tochter von vor 5 Jahren arbeitet sie als Jobcoach.

Auf die Frage, was sie am Vielbegabten Sein am tollsten findet ist ihre Antwort:
„Es wird nie langweilig. Ich liebe es immer wieder neues auszuprobieren, ob Surfen, Eislaufen, Klettern, auf Land ziehen, nach Australien gehen, in einem Bus den Winter in Portugal verbringen... ich habe gelernt, all diese Wünsche zuzulassen und sie mir nach und nach zu erfüllen.
Mein abwechslungsreicher Job als Coach erlaubt mir all diese Freiheiten und meine berufliche Neuorientierung war das beste Projekt, das ich jemals angegangen bin."

Kommentare

Kathleen
# Kathleen 03.03.2017
Toller Artikel, danke. Ich habe nicht so ein tolles Projektbuch, sondern lege mir meist Dateien im Rechner an. Gut daran ist wirklich, beim "TUN", also beim dokumentieren, zu merken ob man wirklich will, ob das realistisch ist, ob man es wirklich verfolgen soll. So kann sich vieles schon klären bevor man andere Schritte unternimmt. Bei mir gab es immer eine grobe Richtung, aber auch da verschiedene Ideen. Denn Ausschlag gab bei mir am Ende immer die innere Stimme.
LG Kathleen
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Petra
# Petra 25.03.2017
Hallo Jana!
Projektbuch ist gut. Ich glaube, ich habe eine Projektbuch-Bibliothek! Allerdings hab ich jetzt von dir gelernt, die Ideen sofort etwas weiter zu spinnen, das werde ich gleich umsetzen - gemäß deinem Schluss-Satz: Fang einfach an!
Danke dir, liebe Grüße,
Petra
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David Goebel
# David Goebel 27.03.2017
Hallo Jana,

Ideen sind für uns sooo wertvolles Gut, dass man keine einzige verlieren sollte. Bei den analogen Büchern hatte ich immer das Problem, gerade dann keines dabei zu haben, wenn ich es brauche.

Deshalb nutze ich Trello und mein Smartphone. Ich kann eine Email an Trello schicken und es landet in meiner Ideen-Liste.

SinnSTIFTende Grüße,
David
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Sonja
# Sonja 12.04.2017
Gut erklärt! Ich habe so ein Projektbuch seit 2015. Eine Idee, die mehr als zwei Seiten benötigt zieht um in mein Scanner-Regal mit Zeitschriften-Sammlern. Dort sammle ich weitere Infos oder eigene Texte. Auf dem PC sind die Ordner mittlerweile auch nach Projekten sortiert.

Manche Ideen geben nach kurzer Zeit Ruhe. Andere fallen mir immer wieder in den Rücken und wollen Wege auf denen ich gerade unterwegs bin abkürzen oder beenden. Manchmal ist es gut darüber ins Zweifeln zu kommen, was ich gerade tue. Manchmal nervt mich, dass ich nicht einfach bei einer Sache bleibe.

Woher weiß ich, ob ich es das nächste Mal durch ziehe? Wann ist es richtig ein Projekt einzupacken?
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